PKW-DRIFT TRAININGS::

Oft gestellte Fragen: FAQ

Im Schadensfall: Bei der Haftpflichtversicherung müssen die die Unfallbeteiligten den Schaden (wie im öffentlichen Straßenverkehr) untereinander regeln. Sollte etwas am Gelände beschädigt worden sein, wird ein Unfallbericht zwischen Unfallverursacher und „Fahren Erleben“ erstellt. Im Falle einer bestehenden Vollkasko-Versicherung ist auch die Beschädigung des eigenen Fahrzeugs abgedeckt. Die Benutzung des Platzes erfolgt aber auf eigene Gefahr

  • Ist das eigene Auto mit Heckantrieb ausgerüstet und lassen sich alle Fahrstabilitätsprogramme (ESP, DSC, PSM) abschalten, dann steht dem Drift Training mit dem eigenen Auto nichts im Wege. Da wir im Basis Training durchgehend auf dem Gleitbelag fahren, spielt die Leistung nur eine untergeordnete Rolle. Ein Sperrdifferential ist auch nicht zwingend notwendig. Dieses wird erst ab dem Aufbau Training benötigt.
  • In der Regel funktionieren heckangetriebene BMW, Mercedes, Porsche, Nissan, Toyota usw.
  • Allradfahrzeuge eignen sich auf unserem Platz eher nicht zum Driften, dazu mehr Infos in einem weiteren FAQ Punkt.
  • Allrad-Fahrzeug: eignet sich leider nicht zum Driften auf unserer Strecke. Ein mit einem 45% gesperrten Differential an der Hinterachse ausgerüsteter BMW funktioniert wenn dazu die Bereifung auch passt. Fahrern von z.B. VW und Audi mit Haldex Kupplung oder fixem 50:50 Quattro ist von einer Teilnahme mit dem eigenen Auto abzuraten, dafür bieten wir unsere Miet-BMWs an.
  • Automatik-Fahrzeug: eignet sich zum Driften, ist mit einem Wandlergetriebe aber etwas schwieriger, DSG, DKG usw. sind kein Problem
  • In der Regel geht an Ihrem Auto bei einem unserer Drift-Trainings nichts kaputt
  • Ein gewisser Verschleiß beim Fahrzeug findet statt, da wir jedoch auf Gleitbelag driften ist dieser jedoch vergleichsweise überschaubar und moderat.
  • Das Fahrzeug sollte technisch natürlich in einem einwandfreien Zustand sein. Alle Betriebsmittel (vor allem Motoröl und Kühlmittel) müssen den Herstellervorgaben entsprechend gefüllt sein. Dazu gehört auch der Tank. Dieser sollte mindestens zu ¾ gefüllt sein, damit während dem Training nicht nachgetankt werden muss.
  • Eine Messuhr und ein Kompressor zum Anpassen des Reifenluftdrucks vor und nach dem Training stehen vor Ort zur Verfügung.
  • Driften ist nicht nur Spaß, sondern leistet durch das daraus resultierende, verbesserte Fahrzeughandling auch einen Beitrag zur allgemeinen Fahr- und Verkehrssicherheit. Muss ich mir als Fahrer in dem Moment, in dem mir das Heck ausbricht, nicht erst Gedanken über die richtige Reaktionen machen, sondern reagiere einfach, dann habe ich auch im Straßenverkehr deutlich Sicherheit dazu gewonnen.

Fahrzeug

  • Fahrzeug sollte am Trainingstag mindestens ¾ voll getankt sein
  • Leerer Koffer- und Innenraum, sodass nichts Ihren Fahrspaß beeinträchtigen könnte
  • Der Luftdruck Ihrer Reifen wird, falls nötig, bei uns am Gelände vor dem Training erhöht (und am Ende wieder auf „normal“ gebracht).
  • Ölstandkontrolle: Der Ölstand sollte den Vorgaben des Fahrzeugherstellers entsprechen

Versicherung

  • Das Training dient nicht zur Erzielung von Höchstgeschwindigkeiten, auch ist es kein Motorsport –Wettbewerb oder eine Art Lizenzlehrgang. Bitte klären Sie vorab mit Ihrem Versicherungsberater, ob diese Veranstaltung durch Ihre Vollkaskoversicherung gedeckt ist. Ihre Haftpflichtversicherung gilt auf alle Fälle. Sie nehmen auf eigene Gefahr teil.
  • Wir werden Sie vor Beginn der Veranstaltung bitten, eine sogenannte Haftungsausschlusserklärung zu unterzeichnen (diese bekommen Sie bei der Anmeldung bereits als Information übersandt)

Co-Piloten

  • Potentielle Beifahrer sollten mindestens 18 Jahre alt sein
  • Beifahrer können/dürfen (aus versicherungsrechtlichen Bestimmungen) nur nach Anmeldung und Freigabe teilnehmen, auch müssen wir eine kleine „Teilnahmegebühr“ berechnen (um damit die obligatorische Unfallversicherung bezahlen zu können)

Kleidung

  • Sportlich, leger, dem Anlass entsprechend, wichtig vor allem das richtige Schuhwerk. Das meiste Gefühl haben Sie mit Schuhen mit sehr dünnen Sohlen (und Gefühl werden Sie brauchen).
  • ein Helm wird nicht benötigt

Sie möchten sich „gruppieren“ und mit Ihren Freunden (Verwandten), Vereinsmitgliedern usw. gemeinsam statt einsam trainieren? Gerne! Wir können für geschlossene Gruppen (mindestens 4 bis 6 Personen) auch gerne spezielle Termine, Beginn-Zeiten oder Trainingsinhalte (vor allem für „Wiederholungstäter“) ausarbeiten und anbieten.

  • Für alle, die schon mal ein Drifttraining absolviert haben, bieten wir unser Aufbau Drift Training an. Dieses findet ausschließlich auf bewässertem Asphalt statt und endet in einem Rundkurs den man ohne Unterbrechung durch driften kann.
  • Wer sich nicht sicher ist, darf sich gerne mit unserem Drift Trainer kurz schließen, da es beim Aufbau Training von Vorteil ist, wenn die Teilnehmer einen ähnlichen Kenntnisstand haben.

Die Anfänge in Japan

Einen genauen Ursprung der Technik des Driftens lässt sich nicht zweifelsfrei bestimmen. Die Technik existiert bereits seit den 1950er Jahren. Zwar lässt sich bis heute nicht sagen, wer diese Technik erfunden hat, doch sind die Ursprünge des Sports leichter nachzuvollziehen. Es begann in Japan, genauer mit dem legendären Motorrad- und Rennfahrer Kunimitsu Takahashi. Kunimitsu sollte später als der „Vater des Driftens“ bekannt werden. In Deutschland 1961 gewann er als erster japanische Motorradfahrer einen Grand Prix. Nach einem Unfall im Jahr 1962 wechselte Kunimitsu zu den Tourenwagenrennen. Besonders erfolgreich war er in der „All Japan Touring Car Championship“ (später „Super GT“). Mithilfe des Driftens war er allen anderen Fahrern in den Kurven überlegen. Kunimitsu schaffte es mit dieser Technik, seine Geschwindigkeit selbst in der Kurve zu erhalten. Das Driften verschaffte ihm zahlreiche Titel und die Bewunderung der Fans, vor allem wegen der qualmenden Räder. Durch ihn wurde diese Technik auch außerhalb der Rennstrecken bekannt.

Von der Championship zu den illegalen Straßenrennen

Zu dieser Zeit hatte sich bereits eine lebendige Szene illegaler Straßenrennen in Japan etabliert. Die Fahrer werden als „Hashiriya“ bezeichnet. Bei den Rennen ging es meist darum, auf Bergstraßen so schnell wie möglich von A nach B zu fahren. Die Bergstraßen wurden „Tōge“ genannt und zeichnen sich durch ihre vielen Kurven aus. Das Driftens war hier wie geschaffen dafür, um auf den kurvenreichen Bergstraßen die Geschwindigkeit zu halten. Viele Fahrer nahmen sich an Kunimitsu ein Beispiel und kopierten seine Technik. Darunter war auch Keiichi Tsuchiya. Mit seinem 1986er Toyota Sprinter und seinem Können gewann er bald den Titel des „Dorikin“, des „Drift Kings“. Nachdem er für eine Weile auf den Tōges sein Können unter Beweis gestellte hatte, nahm er seit 1977 an offiziellen Wettrennen teil, so auch später an der All Japan Touring Car Championship. Jedoch vergaß er nie seine Wurzeln. 1987 musste er seine Renn-Lizenz für eine Weile abgeben, nachdem er in dem Kurzfilm „Pluspy“ sein Driften außerhalb der offiziellen Rennen zur Schau stellte.

Die ersten Turniere

Auch wenn der Film Tsuchiyas Rennfahrerkarriere nicht weiterhalf, sorgte der Kurzfilm dennoch dafür, dass das Driften als eigene Disziplin immer bekannter wurde. Besonders das von Daijiro Inada geleitete Magazin „Option“ half bei der Verbreitung des Kurzfilms und der wachsenden Popularität des Driftens. Das japanische Tuningmagazin „Carboy“ veranstaltete den ersten Driften-Wettkampf im Jahr 1986. 1988 wurde schließlich das „Ikaten“ abgehalten, ein Driften-Wettkampf auf Amateur-Niveau. Organisiert wurde die Veranstaltung von Inada und Tsuchiya. Mit der Zeit professionalisierte sich der Wettkampf und wurde schließlich 2001 in den „D1 Grand Prix“ umbenannt. Der erste dokumentierte Drifting-Wettkampf außerhalb Japans war in Willow Springs, Kalifornieren. Das „Willow Springs Raceway“ wurde 1996 abgehalten und von Inada und seinem Magazin „Option“ organisiert. Zu dieser Zeit wuchs die Popularität des Driftens auf internationaler Ebene. Wettbewerbe außerhalb Japans entstanden, wie die internationale Driftchallenge in Deutschland, welche erstmals 1999 abgehalten wurde. Filme wie „The Fast and the Furious“ machten das Driften einem breiten Publikum bekannt. Seit 2015 wird der Driftsport von der FIA und weiteren nationalen Verbänden als offizieller Motorsport anerkannt.